Unter dem Motto „ImPuls der Zukunft“ geben Institute und Fachbereiche von Universität und FH Münster sowie das UKM an Deck der MS Wissenschaft Einblicke in ihre Forschungsprojekte und aktuelle Themen rund um die Medizin der Zukunft. Sie zeigen, wie Forschung dazu beiträgt, Gesundheit neu zu denken – von Prävention über Diagnose bis hin zu innovativen Therapien – und laden dazu ein, neue Ansätze, Technologien und Konzepte kennenzulernen. Lust auf Zukunft? Kleine Experimente und Mitmachangebote rund um Gesundheit und Medizin warten an Deck der MS Wissenschaft auf euch!
Palliativmedizin? Klingt erstmal nach Krankenhaus und „nur für alte Menschen“. Aber eigentlich geht es um etwas, das alle betrifft: Wie können Menschen trotz schwerer Krankheit möglichst gut leben? Die Palliativmedizin unterstützt Menschen mit schweren Erkrankungen und ihr Umfeld dabei, dass es ihnen im Alltag möglichst lange möglichst gut geht – zum Beispiel durch Hilfe bei Schmerzen, Angst oder anderen belastenden Beschwerden. An unserem Stand könnt ihr entdecken, wie Digitalisierung und moderne Technologien dabei helfen können – zum Beispiel durch Apps oder Telemedizin. Wo hilft hier Technik, und wo bleibt der Mensch unersetzlich? Wir zeigen Palliativmedizin anders: interaktiv, verständlich und ohne Berührungsängste. Kommt vorbei, probiert Dinge aus, diskutiert mit und findet heraus, warum dieses Thema viel mehr mit unserem Leben als dem Sterben zu tun hat.
Prof. Dr. Philipp Lenz, Florian Bernhardt - Palliativmedizin, UKM
Das iGEM (international genetically engineered machine competition) -Team Münster nimmt euch mit in die Welt der Genetik. Bei unseren Mitmach-Experimenten werdet ihr selbst zu Entdecker*innen: Anhand eines spannenden Versuches könnt ihr mit uns aus Früchten die DNA - den Grundbauplan des Lebens - isolieren und mit bloßem Auge ohne Mikroskop sehen. Anschließend baut ihr euer eigenes DNA-Modell, um spielerisch zu verstehen, wie die DNA aufgebaut ist. Zudem geben wir euch einen Einblick, was iGEM ausmacht, sowie in die Forschung des aktuellen Teams und dessen Projekte der letzten Jahre.
Das iGEM (international genetically engineered machine competition) - Team
Physik To Go ist ein Kooperationsprojekt von Q.UNI – Kinder- und Jugenduni, Netzwerk Teilchenwelt (Knotenpunkt Münster) und MExLab Physik an der Universität Münster. Das modulare Programm aus Veranstaltungen, Vorträgen und Mitmachaktionen – kostenfrei direkt an Schulen der Region, an der Universität oder in der Stadt Münster ist hier zu finden. Auf der MS Wissenschaft erwartet euch unter anderem eine Bastelaktion PET-Scan (PET steht für Positronen-Emissions-Tomographie und ist ein bildgebendes Verfahren, das dreidimensionale Schnittbilder von Stoffwechselvorgängen im Körper erzeugt), ein Parcours der Sinne mit Quizfragen und Preisen und Experimente mit Trockeneis. Wir freuen uns auf Fragen und Experimente mit Jung und Alt! Q.UNI Kinder- und Jugend-Uni- Münster
Sie atmen, sie sprechen, sie erscheinen wie lebendig. Hochrealistische Simulatoren wirken wie echte Menschen, verzeihen dabei aber alle Fehler. Damit sind sie ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen (medizinischen) Ausbildung geworden. Komplexe Interventionen können gefahrlos immer wieder geübt werden, die Anwender erlangen Handlungssicherheit bevor es zum ersten echten Patientenkontakt kommt. Mit Louise, einer TERi und Lou, einem SimMan3G plus können zwei Simulatoren der FH-Familie auf der MS Wissenschaft hautnah erlebt und in ihren Funktionen getestet werden. Hier ist Anfassen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!
Melanie Plath, Gesundheit, FH Münster
An dieser Station erlebt ihr, wie mathematische Modelle helfen, Erkrankungen wie Epilepsie und psychotische Störungen zu erforschen und zu behandeln. Forschende des Exzellenzclusters Mathematik Münster und des Instituts für Biomagnetismus und Biosignalanalyse der Uni Münster zeigen euch, wie aus EEG-Signalen ein „Blick“ ins Gehirn rekonstruiert wird, der für eine individuelle Therapie nötig ist. Werdet selbst aktiv und setzt die mathematischen Methoden Schritt für Schritt um. Findet ihr die optimale Lösung?
Prof. Dr. Christian Engwer, Angewandte Mathematik Münster, Institut für Analysis und Numerik, Universität Münster
Die Kryo-Elektronenmikroskopie (Kryo-EM) ist eine revolutionäre Technologie, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Struktur von Biomolekülen in bisher unerreichter Auflösung zu visualisieren. Durch die Kombination von Kryotechniken und Elektronenmikroskopie können Forscher die Struktur von Proteinen, die molekulare Maschinen der Zelle, direkt visualisieren. Unsere Forschungsgruppe hat eine hochmoderne Kryo-EM-Infrastruktur am Center for Soft Nanoscience der Universität Münster aufgebaut und diese Technologie genutzt, um neue Erkenntnisse über die Struktur und Funktion von Biomolekülen zu gewinnen. Wir präsentieren eine innovative VR-Station, die die Ergebnisse unserer Kryo-EM-Infrastruktur zeigt. Mit Hilfe von Virtual Reality-Technologie können Besucher in die Welt der Moleküle eintauchen und hochauflösende Strukturen von Biomolekülen erkunden. Zum Beispiel können sie die komplexen Strukturen von Neurotoxinen der Schwarzen Witwe oder die feinen Details des Spermiums für die Entwicklung neuer Verhütungsmittel betrachten. Die interaktive Präsentation ermöglicht es den Besuchern, die Ergebnisse unserer Forschung auf eine neue und immersive Weise zu erleben und somit ein tieferes Verständnis für die Möglichkeiten und Ergebnisse der Kryo-EM-Technologie zu gewinnen.
Prof. Dr. Christos Gatsogiannis, Institut für Medizinische Physik und Biophysik
Sind es Zellen des Immunsystems, Lymphgefäße eines Zebrafischs oder das Gehirn einer Maus? Raten Sie mit uns, was auf Bildern aus der biomedizinischen Forschung sichtbar wird! Mikroskopie-Aufnahmen stellen winzige Strukturen hochaufgelöst dar. MRT-Bilder oder die nuklearmedizinische Bildgebung bilden größere Ausschnitte des Körpers ab. Außerdem ahmen wir gemeinsam spielerisch Versuche aus dem Labor nach! Das Team vom Multiscale Imaging Centre gibt großen und kleinen Forschenden spannende Einblicke zu Vorgängen im Körper.
Multiscale Imaging Centre, Universität Münster
Die chirurgische Entfernung von Tumoren erfordert höchste Präzision, doch oft ist Tumorgewebe im Körper während einer OP schwer aufzufinden. PRECISE entwickelt neue Lösungen für die Tumormarkierung. Ein innovativer Fluoreszenzmarker macht den Tumor mittels Nah-Infrarot-Licht sichtbar. Über dünne Mikronadeln wird dieser Marker präzise injiziert, während eine künstliche Intelligenz selbst schwächste Signale in Echtzeit visualisiert. Diese Kombination aus Medizintechnik und KI ermöglicht zukünftig eine präzisere Tumorauffindung und -entfernung für eine optimale Versorgung von Krebspatient*innen.
Prof. Dr. Karin Mittmann, Leitung des EUREGIO BioMedtech Center, FH Münster
Wann darf ich wieder joggen oder Ski fahren? Stellen Sie sich vor, Ihr operiertes Kreuzband beantwortet diese Fragen künftig selbst. Ein Team der FH Münster und des UKM entwickelt dafür den „Graft Monitor“. Da die Genesung bis zu zwei Jahre dauert und jedes fünfte Transplantat durch Fehlbelastung erneut reißt, soll dieser passive Sensor bei der Operation minimalinvasiv implantiert werden und später drahtlos die Belastungen im Knie messen. Das Ziel: Schädliche Krafteinwirkungen frühzeitig erkennen, den Heilungsprozess optimal überwachen und so einen erneuten Riss verhindern.
Prof. Dr. Jens Wermers, Physikingenieurwesen, FH Münster
Diese Veranstaltung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Universität Münster, der FH Münster und des Universitätsklinikums Münster (UKM).