Die Exponate kommen direkt aus der Wissenschaft. Forschende haben sie entwickelt, um euch Einblicke in ihre Arbeit zu geben. Einige von ihnen könnt ihr bei „Meet the Scientists“ kennenlernen. Kommt an Bord, trefft Forschende an ihrem Exponat und erfahrt aus erster Hand mehr über die Hintergründe, Herausforderungen und Ziele ihrer Forschung.
Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig.
Dieses Mal sind Forschende von folgenden Exponaten mit dabei:
Prof. Dr. med. Christoff Zalpour ist seit 2003 Professor für Physiotherapie an der Hochschule Osnabrück. Dort hat er 2007 das INAP/O gegründet, an dem auch eine physiotherapeutische Sprechstunde für performing artists stattfindet. Seit über 30 Jahren setzt er sich für die Akademisierung und Professionalisierung der Physiotherapie ein. Seine Schwerpunkte liegen dabei im Bereich einer erhöhten Berufsautonomie und der arztunabhängigen Untersuchung und Behandlung von Patient*innen. Er ist Hauptantragsteller und Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit zunächst 5 Millionen Euro geförderten Forschungsimpulse-Projektes PA.H|Lifetime.ai bei dem es unter anderem um die Etablierung einer neuen Subdisziplin der Physiotherapie geht: Die performing arts physiotherapy (PAP)
Als besonderes Highlight gibt es bei diesem Meet the Scientist ein kleines Konzert. Um 14 Uhr wird es in der Ausstellung ein Streichquartett von Musiker*innen des Filmorchesters Babelsberg geben.
Besetzung
Dr. Ludger Tüshaus ist Oberarzt an der Klinik für Kinderchirurgie, des UKSH, Campus Lübeck bzw. der Universität zu Lübeck. Seit 2015 leitet er die Forschungsgruppe „Pediatric Medical Devices and Surgical Instruments“. Seine Forschungsaktivitäten sind in einem strategischen Verbund mit Medizintechnik, Informatik und weiteren MINT-Disziplinen auf dem Hanse Innovation Campus gebündelt. Seine Forschung ist speziell an der Schnittstelle zwischen den Gesundheitswissenschaften und den MINT-Fächern angesiedelt. Es besteht am Campus Lübeck eine hohe Sensibilisierung und Motivation aller beteiligten Personen, um kindzentrierte medizintechnische Lösungen zu entwickeln. Dabei kommen modernste Schlüsseltechnologien - wie Künstliche Intelligenz (KI), additive Fertigung mittels 3D-Drucktechnologie, Mensch-Maschine-Interaktion, Robotik und Medical Extended Reality (MXR) - zum Einsatz. Beispielhaft ist hier die Zusammenarbeit mit Prof. Mattias Heinrich aus dem Institut für die medizinische Informatik der Universität zu Lübeck. Neben weiterer gemeinsamer Projekte aus dem Bereich datengetriebener Kindertraumatologie und Computervision ist das Exponat 13 Ausdruck dieser interdisziplinären Zusammenarbeit.
Prof. Dr. Johannes Laferton arbeitet und forscht als Professor für Medizinische Psychologie und Psychologischer Psychotherapeut an der HMU Health and Medical University in Potsdam. Seine Interessengebiete in der Wissenschaft kreisen zentral um das Thema Erwartung: Wie beeinflussen Erwartungseffekte den Erfolg chirurgischer Eingriffe oder die Behandlung mit Antidepressiva? Wie prägen unsere Erwartungen die Reaktion auf Stress, und wie lässt sich dieses Wissen gezielt für eine bessere Gesundheit nutzen? Prof. Laferton ist assoziiertes Mitglied im Forschungsverbund „Treatment Expectation“.
Dr. Anne Zemella ist Biochemikerin am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse IZI BB. Dort arbeitet sie im Bereich der Bioprozesse daran, wie sich biologische Bausteine gezielt nutzen lassen, um neue Medikamente zu entwickeln. Viele moderne Wirkstoffe basieren auf Proteinen. Anne erforscht, wie man diese Proteine schnell herstellen und untersuchen kann, damit Forschende neue Wirkstoffe besser testen können.
Dr. Sandra Mükusch ist Biologin am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse IZI-BB, und forscht an der Gesundheitsdiagnostik von morgen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der sogenannten Präanalytik – also alles, was mit der richtigen Entnahme, Lagerung und Vorbereitung von Proben zusammenhängt. Denn nur wenn dieser erste Schritt stimmt, können Labor- und Heimtests wirklich präzise und verlässliche Ergebnisse liefern.
Dr. Sebastian Kersting ist Molekularbiologe am Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie, Institutsteil Bioanalytik und Bioprozesse IZI-BB. Im Fraunhofer-Zentrum für Digitale Diagnostik ZDD entwickelt er neue digitale Lösungen für die Gesundheitsversorgung von morgen. Sebastian arbeitet daran, wie medizinische Daten mithilfe von Sensoren, Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz besser genutzt werden können. Ziel ist es, Gesundheitsinformationen schneller verfügbar zu machen und Diagnostik näher zu den Menschen zu bringen.
Dr. Johanna Liebig ist Neurowissenschaftlerin und arbeitet als Projektleitung am Robert Koch-Institut im Fachgebiet für Forschungsdatenmanagement. Gemeinsam mit NFDI4Health setzt sie sich dafür ein, dass Gesundheitsdaten sicher und verantwortungsvoll für die Forschung genutzt werden können – unter strikter Einhaltung von Datenschutz und ethischen Grundsätzen.
Dr. Florian Schwarz arbeitet als Data Scientist am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke in der Abteilung Molekulare Epidemiologie. Mit seiner Forschung arbeitet er daran, Gesundheitsdaten aus verschiedenen Studien so zusammenzuführen, dass sie gut miteinander vergleichbar sind. Gleichzeitig sorgt er dafür, dass diese besonders schützenswerten Daten – wie persönliche Informationen – sicher und datenschutzkonform ausgewertet werden können. Dafür nutzt er eine spezielle Software, bei der die Daten ihren ursprünglichen Speicherort nicht verlassen.