Dialog an Deck: Prävention neu denken – Gesundheit der Zukunft im Dialog

Wie können wir Krankheiten vorbeugen, bevor sie entstehen? Welche Rolle spielen Ernährung, Umwelt und gesellschaftliche Rahmenbedingungen für unsere Gesundheit? Und wie lässt sich Prävention verständlich, gerecht und wirksam gestalten? Auf der MS Wissenschaft diskutieren Expertinnen und Experten der Universität Bonn über aktuelle Perspektiven der Präventionsforschung – von Zivilisationskrankheiten über Planetary Health bis hin zu Fragen der Ethik.

Die Veranstaltung lädt zum Mitdiskutieren ein und richtet sich an alle Interessierten.

Es handelt sich um eine Veranstaltung in Kooperation mit der Universität Bonn, vertreten durch den Sonderforschungsbereich 1454 „Metaflammation und Cellular Programming“, dem Transfer Center enaCom, und dem transdisziplinären Forschungsbereich Life and Health.

Hinweis: Die Veranstaltung ist kostenlos und es ist keine Anmeldung nötig.

Gemeinsam werfen die Expert*innen einen transdisziplinären Blick auf die Thematik und laden zum offenen Austausch ein. Mit dabei sind:

Prof. Dr. Ina Danquah ist Ernährungswissenschaftlerin mit Spezialisierung im Bereich Epidemiologie. Sie forscht zu den Interaktionen zwischen Klimawandel, Ernährung und Gesundheit. Sie ist Hertz-Professorin für „Innovation for Planetary Health“ im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“ an der Universität Bonn und Direktorin am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF). In ihrer Forschung nutzt sie das Konzept nachhaltiger Ernährungsweisen, die gesund, klima- und umweltfreundlich, kulturell akzeptabel sowie kostengünstig sind. Danquah entwickelt, implementiert und testet Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels im Globalen Süden sowie Klimaschutzmaßnahmen im Ernährungssektor, die zugleich gesundheitliche Zusatznutzen bieten. Als Ernährungsepidemiologin untersucht sie das Ernährungsverhalten von Bevölkerungsgruppen in Subsahara-Afrika sowie von Migrantinnen und Migranten in Europa. Dabei analysiert sie Zusammenhänge mit Adipositas und kardiometabolischer Gesundheit und befasst sich zudem mit den Wechselwirkungen zwischen Unterernährung und Infektionskrankheiten.

Copyright: Gregor Hübl
Copyright: Uni Bonn

Prof. Dr. Andreas Schlitzer ist Immunologe und Gruppenleiter am Life and Medical Sciences (LIMES) Institute der Universität Bonn. Zudem ist er Sprecher und Projektleiter im Sonderforschungsbereich 1454 „Metaflammation and Cellular Programming“ und im Exzellenzcluster ImmunoSensation3 sowie Mitglied des Transdisziplinären Forschungsbereich „Life and Health“ der Universität Bonn. In seiner Forschung beschäftigt sich Schlitzer mit Immunzellen, den sogenannten mononukleären Phagozyten. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darauf, wie sich diese Zellen entwickeln und ihre spezialisierten Funktionen während Gesundheit undKrankheit ausbilden. Im Rahmen des SFB „Metaflammation“ untersucht Schlitzer gemeinsam mit weiteren Forschenden chronische, niedriggradige Entzündungsprozesse, die durch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Übergewicht und Stoffwechselveränderungen beeinflusst werden. Diese Prozesse tragen zur Entstehung nichtübertragbarer Erkrankungen bei.

Dr. Marius Bartmann hat an der Universität Bonn in Philosophie promoviert und ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE).  Er leitet das ethische Teilprojekt des interdisziplinären Forschungsprojekts „Praktische Herausforderungen des Klimawandels“ (PRACC, gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt). Ein Schwerpunkt sind die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. In seiner Forschung beschäftigt er sich einerseits mit dem Verhältnis von individueller und kollektiver Verantwortung und andererseits mit Selbstbestimmung in digitalen Kontexten. Bartmann geht dabei z.B. der Frage nach, inwiefern digitale Gesundheitsanwendungen wie Apps für Ernährungsempfehlungen und Gesundheitstracking selbstbestimmtes Entscheiden und Handeln beeinflussen. 

Copyright: Volker Lannert

Moderatorin

Copyright: Christoph Kottmann

Dr. Elisabeth Jurack ist promovierte Molekularbiomedizinerin und arbeitet in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Medizinischen Fakultät Bonn / des Universitätsklinikums Bonn. Dort begleitet sie die Kommunikation aktueller Forschungsergebnisse und entwickelt Formate, die Wissenschaft für verschiedene Zielgruppen zugänglich macht. Sie ist Dozentin an verschiedenen Hochschulen für Öffentlichkeitsarbeit vor allem mit Schwerpunkt Technik und Wissenschaft und ist als freiberufliche Trainerin für Wissenschaftskommunikation tätig.

Elisabeth Jurack verfügt über langjährige Erfahrung in der strategischen Wissenschaftskommunikation und hat zahlreiche Veranstaltungen und Diskussionsformate moderiert, in denen Forschung und Öffentlichkeit in einen direkten Dialog treten. Ihr besonderes Interesse gilt dabei der Frage, wie komplexe wissenschaftliche Inhalte verständlich vermittelt und gesellschaftlich relevante Fragestellungen partizipativ diskutiert werden können. Bei "Dialog an Deck" führt sie durch das Gespräch und moderiert den Austausch zwischen Forschenden und Publikum.

Ausstellende

  • Sonderforschungsbereich 1454 „Metaflammation and Cellular Programming", Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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