MS Charon – so heißt das Schiff eigentlich, wenn es nicht gerade im Namen der Wissenschaft auf Tour ist. Das Schiff ist seit Ende der 1960er Jahre auf Deutschlands Flüssen unterwegs und hat dabei schon mehrere Namens- und Eignerwechsel hinter sich gebracht.
1969 wurde das Frachtschiff zunächst als MS VERA auf der Elfring-Werft in Haren (Ems) gebaut. Dort wurde es für kurze Zeit von der werfteigenen Elka-Reederei betrieben und dann in die Niederlande verkauft, wo es als Van Uden 24 unterwegs war.
1987 kauften Karin und Albrecht Scheubner das Schiff und tauften es um in MS Jenny. Die Familie Scheubner baute die MS Jenny in ein Ausstellungs- und Eventschiff um.
Ab 2002 tourte die MS Jenny als Wissenschaftsschiff durch Deutschland, seit 2006 auch offiziell unter dem Namen MS Wissenschaft.
2025 kauften Michael Heyen und sein Vater Eilert Heyen das umgebaute Frachtschiff. Das Schiff gehört nun der Heyen MS Charon OHG und hat seinen neuen Heimathafen in Papenburg. Dort wurde es auch umgetauft in MS Charon. Der Name Charon geht zurück auf die griechische Mythologie: Charon ist dort der düstere Fährmann, der die Toten für einen Obolus in einem Boot über den Totenfluss bringt.
Das Schiff hat eine Länge von 102 Metern und eine Ladefläche von rund 600 Quadratmetern.
Als Güterschiff hat die MS Charon eine Ladekapazität von 1.919 Tonnen. Das entspricht ungefähr der Ladekapazität von 76 LKW.
Angetrieben wird die MS Charon von einem Mitsubishi-Motor mit eingebautem SCR-Katalysator, der Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) bis über 90 % zu Stickstoff (N2) und Wasser (H2O) umwandelt.
Die MS Wissenschaft nutzt seit 2016 für die Dieselmotoren und -aggregate GtL-Treibstoff - und war damit das erste Schiff in Deutschland. GtL-Treibstoff besitzt physikalische Eigenschaften, die im Großen und Ganzen denjenigen von herkömmlichem Dieselkraftstoff entsprechen. Allerdings ist die Umweltverträglichkeit von GtL-Kraftstoffen wesentlich besser: Sie sind schwefelfrei und enthalten weder organischen Stickstoff noch aromatische Kohlenwasserstoff-Verbindungen. Letzteres führt auch zu einem wesentlich geringeren Ruß-Ausstoß. Zudem sind sie so gut wie geruchsneutral. Gleichzeitig sind die Effizienzwerte des Treibstoffes sehr gut. Der Treibstoff wird aus Erdgas hergestellt, daher leitet sich auch die Abkürzung GtL ab: Gas to Liquid.
Für den Großteil der Stromerzeugung wird ein Diesel-Aggregat eingesetzt, das der neuesten Abgasnorm Stufe III entspricht. Zudem ist das Gerät mit einem Schallpegel von max. 55 dbA deutlich leiser als herkömmliche Generatoren. Die elektronische Drehzahlregelung liefert eine gleichmäßige Frequenz von 50 Hz.
Seit 2020 versorgt eine Photovoltaikanlage an Deck die Ausstellung mit 35 kWh und macht sie an sonnigen Tagen unabhängig von Strom aus den Generatoren.
Rund 50 Städte mit mehr als 100.000 Einwohner*innen kann die MS Charon in Deutschland anfahren – und dort oft in unmittelbarer Nähe zu den Stadtzentren anlegen. So kann das Schiff als mobiler Veranstaltungsort eine Ausstellung von Ort zu Ort zu den Menschen bringen, ohne Auf- und Abbau oder Anpassungen an die Gegebenheiten des jeweiligen Ausstellungsortes.
Für das Konzept eines Ausstellungs- und Eventschiffs wurde die MS Wissenschaft im Jahr 2010 als ausgewählter Ort im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Rund 50 Städte mit mehr als 100.000 Einwohner*innen kann die MS Charon in Deutschland anfahren – und dort oft in unmittelbarer Nähe zu den Stadtzentren anlegen. So kann das Schiff als mobiler Veranstaltungsort eine Ausstellung von Ort zu Ort zu den Menschen bringen, ohne Auf- und Abbau oder Anpassungen an die Gegebenheiten des jeweiligen Ausstellungsortes.
Für das Konzept eines Ausstellungs- und Eventschiffs wurde die MS Wissenschaft im Jahr 2010 als ausgewählter Ort im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet.
Alle Fans der Binnenschifffahrt finden hier die technischen Daten der MS Wissenschaft: