Meet the Scientist Bonn

Meet the Scientist Bonn
24.04.2017, 17:00 - 19:00 in Bonn

In der Ausstellung „Meere und Ozeane“ auf der MS Wissenschaft gehen Sie auf eine Forschungsexpedition: Sie tauchen ein in die beeindruckende Welt der Ozeane, erkunden Lebensräume wie Küste, Hochsee, Tiefsee oder Eismeer und bekommen Einblick in die vielseitige Arbeit von Forscherinnen und Forschern. Bei der Veranstaltung Meet the Scientist können Sie einige dieser Wissenschaftler kennenlernen und an ihren Exponaten mehr über die Hintergründe, Herausforderungen und Ziele ihrer Arbeit erfahren.

Treffen Sie folgende Menschen an ihren Exponaten:

Meet the Scientist
exp27

Meeresströmungen und Weltklima

Simon Wett, Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP), Universität Hamburg

Das Klima der Erde wird wesentlich von den Ozeanen mitbestimmt. Gewaltige Meeresströmungen transportieren warme und kalte Wassermassen rund um den Planeten. Sie tragen dazu bei, dass manche Regionen der Erde wärmer und andere kälter sind. Viele Klimaphänomene auf dem ganzen Erdball lassen sich ohne die Meeresströmungen nicht erklären. Ohne den Golfstrom wäre Mitteleuropa beispielsweise nicht von saftigen grünen Wiesen, sondern von Moosen und Flechten bedeckt und die Nordsee wäre monatelang vereist. 

Lernen Sie mehr über Meeresströmungen kennen und erfahren Sie welche Bedeutung sie für unser Klima haben.


große Fische, kleine Fische

Nachhaltig Fischen

Dr. Julia Hoffmann, Umwelt-, Ressourcen- und Ökologische Ökonomik, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

In unseren Weltmeeren ist fast ein Drittel der Fischbestände überfischt. Das bedeutet, dass mehr Tiere gefangen werden als nachwachsen. Fisch wird deshalb immer knapper, dabei ist er eine wichtige Nahrungsgrundlage und ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Fisch ist eine sogenannte Gemeinschaftsressource. Das bedeutet, dass ein Fisch im Meer allen gehört und erst ein gefangener Fisch dem einzelnen Fischer. Der wirtschaftliche Anreiz für den Fischer, den Fisch im Meer zu lassen, scheint also auf den ersten Blick gering zu sein.

Erfahren Sie mehr über die Gründe der Überfischung und wie nachhaltiger Fischfang möglich ist.

Endpunkt Europa. Visualierung, Felix Kiessling

Endpunkt Europa

Felix Kiessling, Künstler

Der Künstler Felix Kiessling hat sich für die MS Wissenschaft auf die Suche nach dem nördlichsten und südlichsten Punkt Europas gemacht. Seine Reise führte ihn an die Felsspitze Kinnarodden in Norwegen und nach Tarifa in Spanien. Dort angekommen begab er sich an den äußersten Punkt der Küste, entnahm ein Sandkorn und legte dies als vermeintlich nördlichstes und südlichstes Ende Europas fest. Doch die Suche nach dem Ende ging noch weiter: Das Sandkorn wurde mit einem Elektronenmikroskop untersucht, um sich in der Kleinheit seiner Struktur seinem nördlichen oder südlichen „Ende“ noch weiter zu nähern. Die Besucher der MS Wissenschaft sind eingeladen, diesen Punkt zu bereisen – einen Punkt, den es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Denn die Küste ist Land und Meer zugleich, eine exakte Grenze gibt es nicht.