Nachgefragt!

Die Exponate in der Ausstellung kommen direkt aus der Wissenschaft und zeigen, woran Forscherinnen und Forscher aktuell arbeiten. Wir haben nachgefragt, was sie an ihrem Forschungsthema fasziniert, welche Potentiale sie in der Bioökonomie sehen und natürlich auch, auf was sich die Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung freuen können.

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»Ich wünsche mir, dass 2035 die Bioökonomie nicht mehr nur eine Alternative ist, sondern die Norm.«

Nachgefragt bei Dr. Sara König

BonaRes-Zentrum für Bodenforschung am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ

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»Wenn Produkte das kosten würden, was sie tatsächlich kosten, wären dann nachwachsende Produkte nicht immer die günstigsten?«

Nachgefragt bei Prof. Andreas Kramer

Hochschule für Künste Bremen

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»Es wäre schön, wenn man bei den politischen Entscheidungen den widersprüchlichen Zielen mehr Aufmerksamkeit schenken würde. Man kann nicht gleichzeitig den Klimaschutz verbessern und den Naturschutz und die Lebensmittelversorgung. Es geht um Abwägungen.«

Nachgefragt bei Prof. Dr. Annette Elisabeth Töller

FernUniversität Hagen, Lehrgebiet Politikfeldanalyse und Umweltpolitik

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»Wir untersuchen die Argumente und Positionen zur Gentechnik aus ethischer und (agrar-)ökonomischer Sicht und schauen uns an, welche Wertekonflikte in dieser Debatte eine Rolle spielen. Damit leisten wir einen wissenschaftlichen Beitrag zur Aufklärung öffentlicher Kommunikationsprozesse.«

Nachgefragt bei Gabi Waldhof

Leibniz WissenschaftsCampus Halle – Pflanzenbasierte Bioökonomie

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»Ich erhoffe mir, dass die Industrie mehr nachhaltige Produkte herstellt. Gut wäre es, Kunststoffe, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Textilien umweltgerechter herzustellen und auch ein Recycling zu ermöglichen. Ich wünsche mir auch, dass die Menschen achtsamer konsumieren.«

Nachgefragt bei Dr.-Ing. Susanne Zibek

Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB, Stuttgart

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»Nach dem Besuch des Exponats können sich die Besucher *innen darauf freuen, plötzlich überall Flechten zu entdecken: auf dem Gehsteig, an Mauern, auf Baumrinden, im Garten, im Gebirge. Organismen, die sie möglicherweise noch nie bewusst gesehen haben, die aber überall sind!«

Nachgefragt bei Prof. Dr. Imke Schmitt

Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum; Goethe-Universität Frankfurt am Main; LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik

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»Ob Pflanze, Tier, Pilz oder Mikroorganismus – alle Lebewesen bilden Artengemeinschaften. Mikrobielle Netzwerke z. B. regulieren eine Vielzahl komplexer Naturprozesse. Sie sind für ein stabiles Klima ebenso unerlässlich wie für eine nachhaltige Landwirtschaft.«

Nachgefragt bei Dr. Sabine Arndt

Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sonderforschungsbereich ChemBioSys

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»Unser Leben nachhaltiger, ökologischer und sozialer zu gestalten, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die zeitgleich mit den für uns alle  sehr relevanten Problemen wie Bevölkerungswachstum und Klimawandel gelöst werden muss. Deshalb braucht es Aufmerksamkeit und Akzeptanz.«

Nachgefragt bei Dr. Holger Klose

Institut für Bio- und Geowissenschaften – Pflanzenwissenschaften, Forschungszentrum Jülich GmbH

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»Der Anspruch an die Forschung ist nicht nur, technische Lösungen zu finden, sondern diese auch marktwirtschaftlich interessant zu optimieren, was mindestens nochmal genauso viel Forschungsaufwand bedeutet.«

Nachgefragt bei Francesca Meister und Anne-Josephin Schoele

Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (HKI) 

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»Moore sind Lebensräume seltener Arten, sie filtern unser Wasser, sind Archive der Erdentwicklung und bieten dem Menschen Rohstoffe und Erholung. Wir forschen daran, wie man die entwässerten Moore wiedervernässen kann, wie diese „neuen Ökosysteme“ funktionieren und wie sie produktiv in der Bioökonomie genutzt werden können.«

Nachgefragt bei Dr. Franziska Tanneberger

Greifswald Moor Centrum

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»Es geht um die Energie- und Rohstoffversorgung der Zukunft! Die müssen wir so gestalten, dass ökologische und ökonomische Interessen gleichermaßen gewahrt bleiben.« (Hornung)

Nachgefragt bei Prof. Dr. Andreas Hornung & Ingrid Breitenberger 

Fraunhofer UMSICHT, Sulzbach-Rosenberg & Fraunhofer Academy, München

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»Wir fokussieren uns auf die Entwicklung neuer Technologien, um aus nachwachsenden Rohstoffen neue Bioprodukte, wie zum Beispiel Chemikalien, Biotreibstoffe, Pharmazeutika und Biomaterialien, herzustellen.«

Nachgefragt bei Prof. Dr. Volker Sieber

Technische Universität München - Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit

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»Mein Kernthema ist die mikrobielle Elektrochemie, d. h. die Interaktion von Bakterien mit Elektroden. Mich interessiert, wie das im Detail funktioniert und wie man diese Interaktion für neue Prozesse nutzen kann.«

Nachgefragt bei Miriam Rosenbaum

Leibniz Institut für Naturstoffforschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut, Jena

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»Wir wollen Stoffkreisläufe nutzen und neue Technologien entwickeln, um Biomasse als Ausgangsmaterial zu nutzen. Dabei nutzen wir vor allem Restbiomasse, z. B. Weizenstroh, Kaffeesatz oder nicht-essbare Rüben von Chicorée.«

Nachgefragt bei Andrea Kruse

Fachgebiet Konversionstechnologien nachwachsender Rohstoffe, Universität Hohenheim, Stuttgart

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»Bioökonomie verbindet für mich Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt rund um den zentralen Begriff der Nachhaltigkeit. Im Kern geht es darum, Ressourcen und Umwelt zu schonen und gleichzeitig die moderne Menschheit zu versorgen und ernähren.«

Nachgefragt bei Astrid Junker

Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK)